Bielefeld, 23.03.10 – Die Rittmeyer GmbH, ein Tochterunternehmen der Rittmeyer AG (Baar / Zug), Schweizer Hersteller von Mess- und Leittechnik für die Wasser- und Energiewirtschaft, setzt bei der Vernetzung von Fernwirksystemen künftig auf die Produkte der Bielefelder Marcant GmbH. Der Spezialanbieter für mobile IP-Adressen und VPN-Lösungen bietet ab sofort ein innovatives Hard- und Softwarepaket in enger Zusammenarbeit mit der Rittmeyer GmbH speziell für Rittmeyer-Kunden an. Das individuell skalierbare System kombiniert Mobilfunk, DSL und VPN-Technologie, wodurch geringere Betriebskosten bei Einhaltung höchster Sicherheitsstandards ermöglicht werden. Die ersten Rittmeyer-Kunden haben sich bereits für den Einsatz der zukunftsweisenden Lösung entschieden.
„Marcant bietet eine Applikation, mit der nicht nur wir als Systemanbieter sondern auch unsere Kunden direkten Zugriff auf Wartungs- und Steuerungsdaten haben. Gleichzeitig erfüllt die Technologie höchste Sicherheitsstandards“, erklärt Herbert Ressl, Prokurist der
Rittmeyer GmbH. Die Lösung von Marcant garantiere schnelle Reaktionszeiten, eine ständige Verfügbarkeit der Geräte und gleichzeitig niedrige Kosten. Hierdurch kann Rittmeyer Gewährleistungsansprüche garantieren und Wartungsdienstleistungen an den Geräten der Kunden vornehmen.
„Wir freuen uns, dass Rittmeyer bei der Vernetzung von Fernwirksystemen auf unsere Lösung setzt“, sagt Thorsten Hojas, Geschäftsführer der Marcant GmbH. Im Rahmen der Kooperation können die Rittmeyer-Gruppe und ihre Kunden die Marcant-Technologie nutzen, um Service, Betrieb und Wartung von Mess- und Prozessleitsystemen zu vereinfachen. Als Übertragungsweg von Steuer- und Messdaten können GPRS-Mobilfunk, DSL oder eine Kombination aus beidem genutzt werden – sowohl national als auch international.
Das Prinzip hinter der Technologie ist einfach: Die einzelnen Leitstände und Anlagen mit ihren angeschlossenen Außenstationen, beispielsweise Steuerungen von Pumpen oder Wasserstandsmesser, werden miteinander vernetzt. Hierbei stehen mehrere Übertragungswege zur Auswahl. Beim Mobilfunk werden die Endgeräte an einen GPRS-Router angeschlossen. Die hierin enthaltene SIM-Karte bekommt eine feste IP-Adresse zugewiesen, was bei GPRS- und UMTS-basierten Technologien standardmäßig nicht möglich ist. Der Vorteil: Zur Vernetzung von Außenstationen und Zentrale ist keine feste Verbindung notwendig. Ist eine Verkabelung bereits vorhanden, kommt DSL in Verbindung mit einem entsprechenden Router zum Einsatz. Beide Übertragungswege sind beliebig miteinander kombinierbar. Weitere Außenstellen und Leitstände können nach Implementierung des Systems flexibel integriert werden. Die Auslieferung erfolgt als vorkonfigurierte Plug-and-Play-Lösung.
Das Herzstück der Technologie ist ein VPN-Gateway im Marcant-Rechenzentrum. „Hierbei handelt es sich um einen virtuellen Verladebahnhof mit einer zentralen Firewall. An dieser Stelle wird geregelt, wer in welchem Umfang auf welche Endgeräte zugreifen darf“, erklärt Hojas. Rittmeyer hat über einen „Super-User-Zugang“ auf sämtliche Anlagen Zugriff. Bei den Kunden wiederum kommen die Stärken der mandantenfähigen Systemlösung zum Zug: So hat der Mitarbeiter im Leitstand weitergehende Befugnisse als der Monteur, der sich vor Ort über sein Smartphone einloggt. Zudem ist die Integration mobiler Mitarbeiter per Laptop oder PDA ein wichtiger Bestandteil des Konzepts.
Eine zentrale Rolle spielt die Sicherheit der Verbindungen. Marcant setzt bei der Technologie ausschließlich abgesicherte VPN-Verbindungen und spezielle Authentifizierungsverfahren ein. Als Plattform für die Mobilfunkkomponenten nutzt Marcant das private Vodafone-Netz. Die Einbindung in bereits bestehende, kundeneigene Netzwerke kann problemlos realisiert werden.
„Dank unseres transparenten Preismodells sind die Kunden auch bei den Kosten auf der sicheren Seite“, betont Hojas. Unter dem Strich ergebe sich gegenüber alternativen Angeboten sogar eine Kostenersparnis. Für den Mobilfunkbereich bietet das IT-Unternehmen zudem das Marcant Cost Control Portal (MCCP). Dabei handelt es sich um ein webbasiertes Portal zum Monitoring der Datenkommunikation von mobilen Devices (Handys, PDAs, Notebooks etc.) und Endgeräten wie Maschinen im In- und Ausland. Über die reine Echtzeit-Kontrolle des Datenvolumens hinaus kann der Datenstrom automatisch getrennt werden, wenn vorkonfigurierte Schwellwerte überschritten werden.
Bereits eine Vielzahl deutscher Wasserversorger haben sich für das innovative Paket von Rittmeyer und Marcant entschieden. Die Technologie wird in ähnlicher Form auch bei der Energieerzeugung in Kraftwerken und im Maschinenbau genutzt.
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